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Friday, 02 November 2007
 

Holger Kroker, Planet Erde   
Doch noch länger Schnee auf dem Kilimandscharo
 
Die Gletscher auf dem Kilimandscharo faszinierten nicht nur den Schriftsteller Ernest Hemingway. Die Hälfte der Touristen, die Afrikas höchsten Berg besuchen, kommt Umfragen zufolge wegen der weißen Kappe oben auf dem fast 6000 Meter hohen Vulkan. Umso größer war die Aufregung, als Meldungen die Runde machten, der Schnee auf dem Kilimandscharo sei spätestens 2020 verschwunden. Ganz so dramatisch ist es offenbar nicht. Ein Teil der Gletscher werden auch noch in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts vorhanden sein und Touristen erfreuen. Das jedenfalls sagen österreichische Wissenschaftler auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union in Wien.
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Kunstschnee mit Nebenwirkungen
 
Europas Wintersportgebiete durchleben unruhige Zeiten. In der Saison 2005/2006 wurden viele von ihnen unter einem Übermaß an Schnee geradezu begraben, dafür sieht es in der jüngsten Saison nach einem katastrophalen Reinfall aus – trotz des Schneefalls der letzten Tage. Ausreichend Schnee gab es nur in den höchsten Lagen, ansonsten blickten die Gäste vornehmlich auf grüne Hänge. Eine wachsende Zahl von Wintersportorten behilft sich daher mit Kunstschnee, einem Trick, den man in den Alpen künftig öfter und umfassender anwenden muss. Doch diesen Komfort gibt es nicht umsonst – Untersuchungen über die Folgen für die Umwelt beginnen gerade erst.
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Mögliche Vorboten einer Bullenhitze
 
In Deutschland herrscht Dürre – und das Anfang Mai. Seit Wochen hat es in weiten Landesteilen nicht mehr geregnet, und der Boden ist entsprechend ausgedörrt. In fast allen Wäldern ist die Brandgefahr extrem angestiegen und die Bauern sprechen schon von katastrophalen Ernteausfällen. Für die kommenden Tage ist zwar Niederschlag angesagt, aber ob der lange genug fällt, um das inzwischen gigantische Wasserdefizit auszugleichen, erscheint fraglich. Rund 60 Millimeter Regen oder 60 Liter pro Quadratmeter fehlten, erklären Experten. Falls der ersehnte lang anhaltende Landregen weiterhin ausbleibt, könnten wir einen brandgefährlichen und vor allem heißen Sommer vor uns haben. Denn Forscher aus der Schweiz haben einen Zusammenhang zwischen ausgedörrten Böden und Hitzewellen erkannt.
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Springbrunnen in der Umlaufbahn
 
Halloween 2003: Während unten auf der Erdoberfläche in vielen Ländern die Kinder gespenstisch verkleidet die Haustüren nach Süßigkeiten abklappern, steuert in 350 Kilometer Höhe ein dramatisches Ereignis auf seinen Höhepunkt zu. Einer der gewaltigsten Sonnenstürme, die bislang verzeichnet wurden, erreicht die Erdatmosphäre und löst dort erhebliche Turbulenzen aus. Polarlichter sind bis in niedrige Breiten zu sehen, in der Umlaufbahn müssen Satelliten abgeschaltet werden, damit ihre empfindliche Elektronik nicht kaputtgeht. In der Internationalen Raumstation geht die Besatzung in einen besonders armierten Schutzraum und über dem Atlantik müssen sich alle Flugzeuge durch einen schmalen Luftkorridor zwängen, um zu hohe Strahlenbelastungen zu vermeiden. Der Sonnensturm von 2003 bringt auch die Entdeckung eines ganz neuen Phänomens: der Superfontäne in der Ionosphäre.
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Blick in die Klimavergangenheit der Antarktis
 
Geradezu ewiges Eis bedeckt die Pole der Erde, insbesondere die Antarktis – so mag es erscheinen, wenn man Bilder von kilometerdicken Eispanzern sieht, die Gebirge höher als die Alpen zudecken und einen Kontinent größer als Europa in ein Eishaus verwandeln. Doch die Eiskappen an den Polen sind variabler als es erscheinen mag, und das nicht nur, wenn man in ferne Zeiten vor 55 oder gar 150 Millionen Jahre zurückblickt, als die Pole komplett eisfrei und fast tropisch warm waren. Auch in den vergangenen fünf Millionen Jahren, die für die Erde eine Kaltzeit darstellen, ist das Eis an den Polen unerwartet dynamisch gewesen.
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Friday, 05 September 2008

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