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Friday, 02 November 2007

APA - Austria Presse Agentur  

Gletscher auf dem Kilimandscharo gewachsen, APA Journal Forschung

Die Gletscher auf dem höchsten Berg Afrikas, dem Kilimandscharo, sind heuer nach Langem wieder gewachsen. Starke Schneefälle zwischen Oktober und Dezember 2006 sorgten dafür, dass die Eismassen um einen halben Meter an Mächtigkeit gewannen. Seit rund 120 Jahren wurden auf dem 5.895 Meter hohen Kilimandscharo ein allgemeiner Masseverluste bei den Gletschern verzeichnet. Das berichteten Forscher der Universität Innsbruck < http://www.uibk.ac.at > am ersten Tag der Generalversammlung.
Seit 2000 untersucht ein Team um Georg Kaser und Thomas Mölg von der Tropical Glaciology Group am Institut für Geografie der Uni Innsbruck in Kooperation mit der University of Massachusetts die Klimaentwicklung am Kibo, der vergletscherten Region des Berges. Mittels dreier automatischer Wetterstationen werden die Daten erhoben. "Während von 2000 bis 2005 die Gletscheroberflächen zwischen einem halben und einem Meter pro Jahr absanken, stiegen sie 2006 im Mittel um einen halben Meter an", sagte Mölg der APA.

El-Nino-Wetterphänomen
Das El-Nino-Wetterphänomen, wie es sich auch im Sommer 2006 gezeigt hatte, ist für überdurchschnittlich hohe Niederschläge von Oktober bis Dezember in der ostafrikanischen Tiefebene verantwortlich. Die Wetterstationen registrierten nun nach Angaben der Forscher erstmals, dass dieser Zusammenhang auch für die höher gelegenen Regionen zutreffen könnte. "Die Daten zeigen, was für eine große Rolle die Niederschlagsmenge für die Gletscher spielt", so Mölg. Die Häufigkeit und Menge des Niederschlags seien einflussreicher als die Lufttemperatur, die in der Gipfelregion im Mittel minus sieben Grad Celsius beträgt."Unser Befund widerspricht keineswegs einer globalen Erderwärmung", unterstreicht Mölg. Mehrere Klimasimulationen hätten gezeigt, dass großräumige Strömungsmuster, die dafür zuständig sind, dass Feuchtigkeit aus dem Indischen Ozean und Niederschläge nach Ostafrika kommen, im 20. Jahrhundert seltener auftraten. Die globale Erwärmung ginge mit einem regionalen Austrocknen in den Tropen einher.
Denn bei aller positiven Bilanz im Jahr 2006: "Der ausgesprochen starke Schneefall im Vorjahr kann nicht die großen Masseverluste der letzten 120 Jahre auffangen", sagt Mölg: "Die El-Nino-Häufigkeit liegt bei alle fünf bis sieben Jahre. Dann ist auch wieder mit einem Massegewinn bei den Gletschern auf dem Kilimandscharo zu rechnen.

 
Schneekanonen trocknen die Alpen aus, ORF On Science      

Die Hiobsbotschaften für die alpinen Gebiete reißen nicht ab. Nicht genug, dass die Erderwärmung die Temperaturen steigen und die Gletscher dahinschmelzen lässt, droht die flächenmäßig laufend zunehmende künstliche Beschneiung, die Alpen effektiv auszutrocknen.     "Ein Hauptproblem ist die starke Verdunstung, dieses Wasser geht verloren", sagte dazu Carmen de Jong von der Universite de Savoie (Frankreich) bei der noch bis Freitag in Wien stattfindenden Generalversammlung der European Geosciences Union (EGU).
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Friday, 05 September 2008

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